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	<title>Pressestimmen Archive &#8226; Zimmertheater am Karlstor Heidelberg</title>
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	<description>Spielplan und Aktuelles zum Zimmertheater Heidelberg</description>
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	<title>Pressestimmen Archive &#8226; Zimmertheater am Karlstor Heidelberg</title>
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		<title>Der mit den Augen spricht</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 17:47:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressestimmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Beine David Faulkners haben nach einem Schlaganfall den Dienst versagt, auch mit der Sprache haperts – immerhin aber funktionieren noch sowohl  Herz und Hand, als auch (das machts ihm nicht gerade leichter) der Verstand – und seine hellwachen Augen …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zimmertheaterhd.de/der-mit-den-augen-spricht/">Der mit den Augen spricht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zimmertheaterhd.de">Zimmertheater am Karlstor Heidelberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beine David Faulkners haben nach einem Schlaganfall den Dienst versagt, auch mit der Sprache haperts – immerhin aber funktionieren noch sowohl  Herz und Hand, als auch (das machts ihm nicht gerade leichter) der Verstand – und seine hellwachen Augen …<br />Aus Faulkner, diesem geschlaganfallten, zuvor sehr lebensfrohen Menschen, hätte sich leicht eine groteske, beinahe kreatinöse Figur auf die Bühne bringen lassen, jedoch stellt Michael Schernthaner des David Faulkners Angst und seine Aufsässigkeit, seinen Zorn und seinen Lebensüberdruss mit einem hinreißenden Körperspiel in den Raum, wobei er ausgestattet ist mit ganz eigener, originärer Artikulationsfähigkeit. Und, ach ja, seine Gedanken lassen sich beredt aus den Augen lesen. Jedenfalls, wenn er nicht, alleine auf der Bühne mit sich und dem Publikum, gerade seine Gefühle und seine Gedanken in scharfgeschliffenem Monolog purzeln lässt, womit eine faszinierende Zwischenwelt auf der Bühne geschaffen wird.</p>
<p><a href="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2014/09/DSC_9680.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-11325 alignleft" src="http://rundschau-hd.de/wp-content/uploads/2014/09/DSC_9680-239x300.jpg" alt="Ein angedachter flotter Dreier der zwei (v. l.) Damen Atonia Drayton (Irina Wrona) die auch die hinreißend fürchterlich-urkomische Krankenschwester im ersten Akt gibt, Jennifer Faulkner (Christina Dom) und David Faulkner (Michael Schernthaner). Foto: Mara Eggert" width="239" height="300" /></a></p>
<p>Faulkner ist, seiner Krankheit zum Trotz, das Wichtigste geblieben, das ein Mensch haben kann: sein Wille. Diesen versucht seine Frau Jennifer zu reaktivieren. Christina Dom gibt diesen Part in anrührend fröhlich bleibender Geduld, lädt sogar eine vor ihr geheimgehaltene Liebe ihres Herrn Gemahls ein, in der Hoffnung, ein Schock könne der Heilung Davids Vorschub leisten, oder diese doch wenigstens beschleunigen. Wobei sie durchaus in Kauf zu nehmen bereit ist, David  an Antonia Drayton zu verlieren. (Irina Wrona gibt Antonia als taffe Geschäftsfrau,  cool als Frau, die genau weiß, was sie will. Und was nicht. Aber vielleicht klappts ja auch zu dritt? …<br />Weder aber will David mit seiner – nun ja nicht mehr heimlichen – Geliebten abhauen, noch wird etwas aus der von Jennifer als letzte Möglichkeit ins Auge gefassten  L’amour à trois.</p>
<p>Seinen Gehalt holt sich Yeldhams „Tiger“ aus Dialogen, Monologen und sprühenden Regieeinfällen, der Handlungsstrang mutet uns keine verknoteten Kurven zu, er unterhält, trotz Schlaganfall und alledem verständlich, in eher einfach gebastelten, schnörkelfrei-gradlinigen Strukturen: Ute Richter serviert dies Kammerspiel als ein zwar wohl mundendes Gericht, aber dennoch als eines, das es eben a u c h ist: nämlich als Stück, das immer wieder auf unbegreifliche und unerträgliche Lebensrollen hinweist.Jedoch lässt ihr Regiekonzept es nicht zu einem nur dialogischen Akt werden, das in starrender Krüppelmetapher stehen bliebe, sie stellt es nicht auf die Bühne als mono- oder dialogische Klage, als Lamento einer kranken, behinderten Existenz, was aus diesem Text ja  a u c h  hätte gemacht werden können; hingegen erweist sich ihre Arbeit wieder einmal mehr als artikulationsfähig, geschickt montiert sie Biographie und Wunschbiographie zusammen und strickt daraus ein eindringlich unter die Haut gehendes Theaterereignis. Kongenial zum Stück hat Ute Richter die Bühne minimalistisch eingerichtet, die Willibald-Kramm-Preisträgerin Monika Klein hat die Entwürfe<br />zur Wandbemalung beigesteuert, die derzeit in einer Einzelausstellung in der Heidelberger Stadtbücherei zu sehen sind.<br />Die vom Autor und der Regisseurin gesetzten Lacher – das Premieren Publikum nahm sie erleichtert zum Anlass, es mit Vergnügen zu tun.</p>
<p>Oh, Ihr Heidelberger, werdet – die Ihr dies Stück nicht gesehen habt – wissen, dass Ihr eine Sternstunde Heidelberger Theaterkultur verpasst habt? Sagt nicht, die Rundschau habe nicht versucht, es Euch rechtzeitig heftig ans Herz zu legen.</p>
<p>Bravi und brausend-frenetischer Premieren – Applaus gab es für den leider nicht anwesenden Autor, das hervorragend aufgestellte Ensemble und wieder mal und vor allem für die Regie der Zimmertheater-Prinzipalin Ute Richter.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Jürgen Gottschling</em></p>
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		<title>Wie weit Liebe gehen kann</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 17:42:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressestimmen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>David Faulkner war bis vor kurzem ein  gefeierter Schauspieler, der sich die Rol -  len aussuchen konnte. Und ein Schürzenjäger  vor dem Herrn – die Zahl seiner  Bett-Kurzgeschichten ist beeindruckend.  Seine Ehefrau Jenny weiß davon  und erträgt es, wie auch immer.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>David Faulkner war bis vor kurzem ein  gefeierter Schauspieler, der sich die Rol &#8211;  len aussuchen konnte. Und ein Schürzenjäger  vor dem Herrn – die Zahl seiner  Bett-Kurzgeschichten ist beeindruckend.  Seine Ehefrau Jenny weiß davon  und erträgt es, wie auch immer. Dann ist  plötzlich, von einem Tag auf den anderen,  alles anders: David erleidet einen  Schlaganfall, sitzt fortan im Rollstuhl und  zieht sich nach dem Krankenhausaufenthalt  in sein Landhaus in Frankreich  zurück, wo ihn Jenny betreut und komplett  vor der Außenwelt abschottet. Das  Blatt hat sich gewendet, die Karten sind  auf brutale Weise neu gemischt.  Eine beklemmende Situation, die viele  Fragen aufwirft. Wie kommen die Eheleute  damit zurecht, unvermutet in dieser  Weise einander konfrontiert zu sein?  Trägt ihre Beziehung oder ist die Behinderung  der Auslöser für ihre Beendigung?  Akzeptiert David seine neue „Rolle“  oder zerbricht er an ihr?  Der aus Australien stammende Autor  Peter Yeldham, Jahrgang 1927, hat mit  seinem jetzt im Heidelberger Zimmertheater  unter der Regie von Ute Richter  uraufgeführten Stück „Einst ein Tiger“  eine spannende Konstellation von Charakteren  und Handlungen entworfen, die  immer wieder mit überraschenden Wendungen  aufwartet. Auf dem Theater bisher  eher durch Boulevardstücke wie „Auf  und davon“ bekannt geworden, widmet  sich Yeldham hier einem durchaus anspruchsvollen  Thema, gleichwohl durch  seine spritzig geschriebenen und sarkastisch  gewürzten Dialoge mit unterhaltsamem  Wert. Die ZimmertheaterChefin  bewies einmal mehr einen guten  Riecher, sich das Stück für die Uraufführung  zu sichern.  David, ein Mann in den Endfünfzigern,  kann durch den Schlaganfall kaum  noch sprechen und nicht mehr gehen. Seine  Gedanken, Empfindungen und Gefühle  kann er nur gegenüber dem Publikum  äußern, dem er von seiner Verzweiflung  über dieses Leben, seiner tiefen  Resignation und dem Wunsch, es bald  zu beenden, berichtet. In Rückblenden  zeigt das Stück, wie er – ganz seinem  zweifelhaften Ruf folgend – die Verlagsleiterin  Jenny hemmungslos anmacht,  die nach anfänglich kühler Abweisung  schließlich sowohl seine Liebeserklärung  als auch den Heiratsantrag  annimmt, vorsichtig optimistisch: „Ja, ich  glaube, ich will“. Und jetzt? Der Gedanke,  dass sie nun zu seiner Krankenschwester  „degradiert“ wird, ist ihm unerträglich.</p>
<p>Jenny, die von Antonia, seiner letzten  großen Liebe, weiß, lädt diese ohne Davids  Wissen kurzerhand in ihr Haus ein.  Ihre Hoffnung: Der emotionale Schock  des Wiedersehens von Antonia könnte bei  ihm heilsame Veränderungen auslösen.  Sie ist bereit, ihn freizugeben, sollte sich  David fortan für ein Leben mit Antonia  entscheiden. Ist das kühne Wiedersehensarrangement  mit der Konkurrentin  Kalkül oder Selbstopferung? Vielleicht  von beidem etwas. Antonia verbringt eine  „erfolgreiche“ Nacht mit David, reist  aber allein wieder ab, verwirrt darüber,  dass David beim Liebesakt Jennys Namen  gerufen hat. Diese wiederum kann  ihn, der sich nun völlig alleingelassen  fühlt, gerade noch von einem Suizid abhalten  und bringt ihn dazu, von seinem  Rollstuhl aufzustehen und mehr als nur  einen Schritt zu gehen – in eine neue Zukunft  mit ihr, die das Leben so akzeptiert,  wie es ist. Der Kreis schließt sich  mit seinem Satz: „Ja, ich glaube, ich  kann“.  Ute Richter, die auch für das zeitlos  elegante, sparsam möblierte Bühnenbild  verantwortlich zeichnet – variable Wände  mit transparenten Gitterstrukturen  und rot-schwarzen Quadraten – hat dem  Stück einige kluge Striche verordnet und  auch die Schlussszene leicht verändert,  was nicht von Nachteil ist. Mit  untrüglichem Gespür für das Wesentliche  reiht sie die fein durchgearbeiteten, knapp  gehaltenen und häufig kammerspielartigen  Szenen aneinander und führt  die Charaktere in einer nie abreißenden  Atmosphäre dichter Spannung  zusammen. Michael Schernthaner gibt  den David in der ganzen Bandbreite  seiner Existenz: als unverschämt von sich  selbst überzeugten, dabei ein Stück auch  liebenswerten Frauenhelden und als mit  versteinerter Resignation und bisweilen  grenzenloser Traurigkeit im Rollstuhl  Sitzenden – ein mehr als gelungener  Auftritt.  Christina Dom, die mit ihm eine berührende  Szene der gegenseitigen Annäherung  teilt, beeindruckt als elegante, kühlkontrollierte  Geschäftsfrau ebenso wie in  ihrer Angst vor der Zukunft und ihrer  Liebe zu David, den sie mit allen Mitteln  ins Leben zurückholen will. Mit ihrer  plötzlichen Präsenz als Überraschungsgast,  ihrem sprühenden Esprit und ihrer  forschen Offenheit überzeugt Irina Wrona  als Antonia, die auch den kurzen Part  der grässlich gutgelaunten Krankenschwester  im „Wie-geht’s-uns-dennheute?“-Duktus  meistert.  Das Publikum war begeistert: Stürmischer,  lang anhaltender Applaus mit  etlichen Bravi.  Wie weit Liebe gehen kann  Umjubelte Uraufführung von Peter Yeldhams „Einst ein Tiger“ im Heidelberger Zimmertheater.</p>
<p style="text-align: right;"><em>Von Arndt Krödel  Rhein-Neckar-Zeitung  27./28. September 2014</em></p>
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		<title>Emotionaler Schock</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 14:51:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der gefeierte Schauspieler David  Faulkner ist nur noch ein Schatten  seiner selbst. Seit seinem Schlaganfall  kann er nicht mehr gehen, kaum  noch sprechen. Von dem verzweifelten Versuch seiner Ehefrau, sein altes  Selbst wieder zu wecken, erzählt das  Stück „Einst ein Tiger“ von Peter  Yeldham, das bei seiner Uraufführung  am Zimmertheater in Heidelberg  mit einem starken Darstellerensemble  und einer klug zurückhaltenden  Inszenierung überzeugte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.zimmertheaterhd.de/emotionaler-schock/">Emotionaler Schock</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.zimmertheaterhd.de">Zimmertheater am Karlstor Heidelberg</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der gefeierte Schauspieler David  Faulkner ist nur noch ein Schatten  seiner selbst. Seit seinem Schlaganfall  kann er nicht mehr gehen, kaum  noch sprechen. Von dem verzweifelten Versuch seiner Ehefrau, sein altes  Selbst wieder zu wecken, erzählt das  Stück „Einst ein Tiger“ von Peter  Yeldham, das bei seiner Uraufführung  am Zimmertheater in Heidelberg  mit einem starken Darstellerensemble  und einer klug zurückhaltenden  Inszenierung überzeugte.  Zu Beginn erfährt der Zuschauer,  wie Faulkner einst als erfolglose  Mime und Frauenheld seine Frau  Jennifer eroberte – die lebhafte Hartnäckigkeit  seiner Avancen steht in  starkem Kontrast zu der Resignation  des nun an seinen Rollstuhl gebun  denen Mannes. Jennifer, die Liebe  seines Lebens, hofft, seinen Zustand  durch einen emotionalen Schock  schlagartig zu verbessern, und läd  seine bisher geheim geglaubte Liebschaft  Antonia Drayton ein. Es folgt  ein Aufeinandertreffen, bei dem die  Wirklichkeiten, an denen die ver  schiedenen Charaktere wie verzweifelt  festhalten, jäh infrage gestellt  werden.  Meer aus Wut hinter stiller Fassade  Mit gekonnt reduziertem Spiel und  minimalistischer Mimik stellt Michael  Schernthaner den gebrochenen  Faulkner als hochemotionalen Men  schen dar. Hinter seiner – bis auf innere  Monologe und einzelne Wortfetzen  – nahezu stillen Fassade  scheint ein ganzes Meer aus Wut,  Enttäuschung und Trauer zu wogen.  Christina Dom als Jennifer, die mit  zunehmender Mühe versucht, ihre  Fassung zu bewahren, ist nicht weniger  überzeugend. Und Irina Wrona  spielt ihre Antonia Drayton, die unvermittelt  in die Zweisamkeit platzt,  mit erfrischendem Charisma.  Dabei gelingt es den Darstellern,  auch die vielen humorvollen Momente  des an sich dramatischen Stü  ckes zum Tragen zu bringen. Die unaufgeregte  Inszenierung von Ute  Richter, die dem Zwischenmenschlichen  viel Raum gewährt, indem sie  den kargen Luxus von Faulkners  Wohnung fast vollständig zurücktreten  lässt, tut ihr Übriges zu einem gelungenen  Theatererlebnis. <em>dte</em></p>
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