Ein Stück von Eric-Emmanuel Schmitt
Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker

In diesem ungewöhnlichen und in seiner Geschichte immer wieder überraschenden Zweipersonenstück beschreibt Schmitt höchstsensibel die Problematik zwischenmenschlicher Beziehungen im Allgemeinen und der Liebe im Besonderen.

Der Literatur-Nobelpreisträger Abel Znorko, ein zynischer und egozentrischer Misanthrop, hat sich seit 15 Jahren auf eine norwegische Insel zurückgezogen. Er hat ein neues – von der Kritik begeistert aufgenommenes – Buch veröffentlicht, einen für sein bisheriges Schaffen ungewöhnlichen Liebesroman in Briefwechseln.

Überraschend gewährt er, der sonst keine Besucher empfängt, Erik Larsen, einem Journalisten einer kleinen Provinzzeitung, ein Exklusiv-Interview.

Es beginnt ein beharrliches Duell zwischen scheinbar ungleichen Kontrahenten, mit erstaunlichen Wendungen und wechselnden Vorteilen, Enthüllungen und unerwarteten Offenbarungen, spannend wie ein Krimi, doch tiefsinniger und sensibler.

Mit „Enigma“, das den Titel des Symphonischen Werkes des Komponisten Edward Elgar trägt, ist Eric-Emmanuel Schmitt ein hochdramatisches Werk und intelligentes Schauspiel gelungen.

„Zwei Männer auf der Bühne, doch die Hauptperson tritt nicht auf – jene Frau, die beider Liebe war und die beide geliebt hat. Oder war es ganz anders? Die Wahrheit bleibt ein Rätsel. Sie wissen nicht, wer Sie sind und warum? Oder doch? Das glauben Sie aber nur!

Schauen Sie sich „Enigma“ an. Sie wissen zwar nachher auch nicht mehr über sich als zuvor – aber Sie fangen, noch zwischen Lachen und Beklemmung, sicher an, darüber nachzudenken.“

(Christina Osterwald)