von Eric-Emmanuel Schmitt

Inszenierung:
Ute Richter

Vorstellungen: 97   Besucher: 8.184

Es spielen:

Gilles hat durch einen mysteriösen Unfall (war es ein Unfall?) sein Gedächtnis verloren. Seine Ehefrau Lisa, mit der er seit 19 Jahren verheiratet ist, kehrt mit ihm in die gemeinsame Wohnung zurück.

Ist es wirklich seine Wohnung? Ist Lisa wirklich seine Frau? Gilles kann sich (scheinbar?) an nichts erinnern. Wer ist er? Wer ist Lisa? Was für eine Ehe führten sie? Mühsam versucht er seine Vergangenheit, sein Leben zu rekonstruieren. Beunruhigt und amüsiert zugleich lauscht er dem wundervollen Portrait, das Lisa von ihm, ihrem Zusammenleben und ihrer gemeinsamen Liebe zeichnet. Doch wenn Lisa nun lügen würde? Ist er tatsächlich so, wie sie ihn beschreibt, waren sie tatsächlich so verliebt, wie sie sagt, oder war es im Gegenteil eine Hassliebe, die sie verbindet? Oder spielt gar Gilles falsch? Weiß er mehr, als er zugibt?
Kleine Eheverbrechen ist ein faszinierendes Vexierspiel, in dem sich zwei Personen einen erbitterten Schlagabtausch liefern, in dem in überraschenden Theatercoups die Situationen immer wieder umkippen und in neuen Konstellationen münden, die das Vorangegangene auf den Kopf stellt.

„Nach der Amnesie von Gilles schlägt zwar die Erotik neue Funken – aber ganz neue Abgründe tun sich auf. Nichts ist wie es scheint. Leidet Gilles wirklich an Gedächtnisverlust? Wer ist stärker, wer lügt, wer liebt wen mehr und wer wollte wen möglicherweise umbringen? Hinter der ordentlichen, gutbürgerlichen Ehe lauert es dunkel, hinter dem leichtzüngigen Feuerwerk ergeben sich schwerwiegende Fragen. Ist Liebe möglich? Können Mann und Frau je ebenbürtig sein, soll man sich je ganz auf einen anderen einlassen. Ist für die Liebe Verlust von Erinnerung oder radikale Ehrlichkeit besser, ist sie überhaupt neu zu (er)finden?“ (Badische Zeitung, 05.11.2005)

Bilder

Mehr Bilder können Sie im entsprechenden Album bei Flickr ansehen.